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Fotoarchiv 1. Quartal

TVF - Athleten zur Wahl des Sportlers 2004 des Landkreises Oder-Spree nominiert

SPORTLERWAHL: Ausdauersportlerin Kathrin Gräber

Kathrin Gräber: Deutsche Meisterin im Cross-Triathon 2004

Rad die Skischanze hochgetragen

Fürstenwalde (uwe) MOZ 28. Dezember 2004: Es gibt Leute, die kommen zu ihren Erfolgen wie die Jungfrau zum Kinde - wie Kathrin Gräber. Wenn vor drei Jahren jemand Kathrin Gräber prophezeit hätte, dass sie Deutsche Meisterin im Cross-Triathlon und Landesmeisterin im Duathlon werden würde, die 21-Jährige hätte auf ruhige und sympathische Art und weise wohl nur gelacht. Das liegt auch daran, dass die Studentin der Geowissenschaften an der Technischen Universität Berlin erst vor zwei Jahren mit dem Ausdauersport begonnen hat. Ihre Erfahrungen damit hielten sich zuvor in überschaubaren Grenzen.
Vor allem, weil die Sportart, die die 1,67 m große Athletin zuvor betrieben hat, so gar nichts mit Laufen, Schwimmen oder Radfahren zu tun hat. "Ich bin sechs Jahre geritten und habe ein paar Turniere bestritten, aber größere Erfolge wären nur mit mehr finanziellen Aufwand möglich gewesen", sagt Kathrin Gräber. "Ansonsten bin ich gern Radgefahren". Das lag an Vater Gerd, der selbst als Radrennfahrer aktiv war.
Und auch einen Halbmarathon bestritt die in Fürstenwalde lebende Athletin. "Ich habe über zwei Stunden gebraucht aber es hat Spaß gemacht, in der Masse zu laufen."
Über eine Freundin hörte sie dann vom Triathlonverein Fürstenwalde. "Ich wusste gar nicht, was mich dort erwartet", muss die Anhängerin von Spinatpizza bei diesem Gedanken heute eingestehen. Aber nachdem sie zwei Wochen dabei war, fuhr sie bereits als Helferin von Nic Rohmann und Marco Ziechmann mit in die Schweiz. Die zwei Ausdauerspezialisten - Ziechmann absolvierte 2004 den Spreelauf mit über mehr als 400 Kilometern in sechs Tagen von Berlin bis nach Bautzen - waren dort 7 Tage beim so genannten Gigathlon unterwegs. Das ist eine Kombination von Schwimmen, Radfahren, Laufen, Mountainbike und Skaten.
Doch Kathrin Gräber ließ sich von den Strapazen nicht abhalten. Sie bestritt anfangs vor allem Duathlon-Wettkämpfe. Und die Erfolge stellten sich schnell ein. Im vergangenen Jahr gelang ihr der 2. Platz bei den Landesmeisterschaften im Duathlon und in dieser Saison war dann niemand schneller als Kathrin Gräber. Nach sieben Kilometer Laufen, 34 Klimometer Radfahren und vier Kilometer Laufen holte sie sich Gold.
Doch das war nur der Auftakt. Anschließend siegte sie bei den Deutschen Meisterschaften im Cross-Triathlon in Titisee-Neustadt (Baden-Württemberg). Neben 1,5 Kilometer Schwimmen und zehn Kilometer Laufen wird dabei die 38 Kilometer Radstrecke nicht mit einem Rennrad, sondern mit dem Mountainbike zurückgelegt. "Der Sieg kam völlig unerwartet, denn die Mountainbike-Strecke war sehr anspruchsvoll". Kurios auch die Streckenführung: "Wir mussten unsere Räder die Treppe der Skisprungschanze hochtragen" lacht Kathrin Gräber, die inzwischen Mountainbiking als Leidenschaft entdeckt hat.
Mit dem Titelgewinn ging die Qualifikation für die Weltmeisterschaft auf Hawaii einher. "Aber die war schon vier Wochen später und ohne Sponsoren wäre das finanziell nicht machbar gewesen", bedauert sie ihr Fernbleiben. Aber damit hat die Fürstenwalderin ihr wichtigstes Ziel für 2005 gefunden.
"Ich will einmal zur WM", sagt sie selbstbewusst
.


SPORTLERWAHL: Triathlet Jörn Bartusch

Jörn Bartusch: 8. Platz bei den Langstrecken-Duathlon-Weltmeisterschaften 2004

Einen Ironman fest im Blick

Fürstenwalde (uwe) MOZ 8./9. Januar 2005: Anlässlich der Umfrage nach den populärsten Sportlern des Landkreises Oder-Spree durch die Sparkasse Oder-Spree, den Kreissportbund und die MOZ für das Jahr 2004 werden 36 Kandidaten in loser Reihenfolge vorgestellt: Heute der Triathlet Jörn Bartusch vom TV Fürstenwalde.
Laufen ist die Lieblingsdisziplin des 34-Jährigen während eines Triathlons. Das hängt wohl damit zusammen, dass Jörn Bartusch in der Jugend Leichtathletik bei der BSG Pneumant betrieben hat. Aber als der damals 23-Jährige sich 1992 den Helene-Triathlon in Frankfurt (Oder) als Zuschauer betrachtete, "da bin ich auf den Geschmack gekommen".
Kurz zuvor war er bereits in den Triathlonverein Fürstenwalde eingetreten. Und seitdem dreht sich in der Freizeit des Rechtsanwalts (Spezialgebiete Insolvenz- und Verkehrsrecht) fast alles um den Ausdauersport. Erfolge stellten sich ein. 1999 gewann er in seiner Altersklasse (AK) beim Brandenburger Triathlon-Cup, drei Jahre später siegte er bei den Landesmeisterschaften über die Olympische Distanz (1,5 km Schwimmen, 40 km Radfahren, 10 km Laufen).
Im Jahr 2004 kam in Senftenberg der Landesmeistertitel über die Sprintdistanz (750 Meter - 22 km - 5 km) hinzu. Außerdem siegte er in seiner AK 35 beim Duathlon-Cup (Laufen, Radfahren und Laufen) und belegte bei der Landesmeisterschaft im Mitteltriathlon (2,2 km - 84 km - 20 km) den zweiten Platz.
Ganz klar also, wenn Jörn Bartusch mit dem vergangenen Jahr sehr zufrieden ist: "Es lief gut und ich habe auch einige Sachen gemacht". So startete der 1,75m große Athlet bei den Deutschen Meisterschaften im Wintertriathlon, der aus den Disziplinen Laufen, Mountainbike und Skilanglauf besteht und belegte Rang zwölf. Zudem startete er bei den Duathlon-Weltmeisterschaften in Fredericia und wurde in Dänemark achter in seiner AK.
Zeit zum Traning neben seiner Arbeit ist für den Fan von Pellkartoffeln mit Quark und Pizza "immer machbar". Allerdings muss er für den Wintertriathlon "meist nach Bayern oder ins Vogtland" reisen. Ansonsten geht er einmal in der Woche Schwimmen und zweimal Laufen. "Ohne feste Trainingsplan" wie er versichert.
Sein Ziel für 2005 ist die Teilnahme an einem Ironman-Wettkampf (3,8 km - 180 km - Marathon). Den plant Jörn Bartusch in Östereich zu bestreiten.

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