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Fotoarchiv 4. Quartal
TVF - Athleten am Start des 1. ForstMan am 03. 12. 2005 in Briesen (Forsthaus an der Spree)

Sieger und Platzierte des 1. ForstMan 2005

Gerald Schmidt und Ulrike Ziechmann auf dem Weg zur Radstrecke.

Hannes Schulz im Ziel - Nic Rohmann im Gespräch mit der Presse.
AUSDAUERSPORT: 1. Wintertriathlon in Briesen ging erfolgreich zu Ende
Vom Ironman zum Eismann
Briesen (us/uwe) Kleine Eisschollen trieben am Sonnabendmittag auf der Spree. Maja Kröger und Gerald Schmidt standen scheinbar ungerührt am Ufer, den Körper eingehüllt in Neopren-Anzüge, die Füße nackt in Badelatschen. In wenigen Minuten wollten sie zum 1. Forstmen-Triathlon ins kalte Wasser springen. „Beim Eisbaden habe ich schon mal mitgemacht, aber da geht man nur kurz rein und wieder raus“, sagt der Alt Madlitzer Schmidt und man merkt ihm doch die Skepsis an. „Die Eisschollen sind schon gefährlich, da kann man sich schneiden.“ Die Berlinerin Maja Kröger hält ihre Hände hoch, die in gelben Handschuhen stecken, die man gewöhnlich beim Putzen trägt. „Mir wurde gesagt, dass soll helfen.“
Die beiden waren keinesfalls die Favoriten für den 1. Forstman-Triathlon, den das Forsthaus an der Spree, ein Gasthaus am südlichen Ende von Briesen, mit Unterstützung vieler Freunde initiiert hat und in den nächsten Jahren zu einem richtigen Sport-Event ausbauen will. Der Grund liegt auf der Hand: der Lebenspartner von Betreiberin Anja Stiegemann ist Marco Ziechmann, ein Triathlet, der sogar schon beim Ironman auf Hawaii das Ziel erreicht hat. Und da sind ganz andere Distanzen als in Briesen zu bewältigen. Aber Hawaii und das Ufer der Spree sind grundverschie- den. Und so schauten dann auch Ziechmann und Bernd Kiele vom MSV Tripoint Frankfurt (Oder), ein weiterer Hawaii-Starter, ebenso skeptisch auf die Eisschollen, wie die heurigen Hasen im zwölf Athleten starken Starterfeld.
Angefeuert von den rund 50 Zuschauern, die sich bei Glühwein und Spanferkel erwärmt hatten, stiegen die zehn Männer und zwei Frauen schließlich in die Fluten.
Die Schwimmstrecke war wegen des Eises von 200 auf knapp 80 Meter verkürzt worden. Doch das reichte: Das Umziehen für die zweite Etappe, 20km Kilometer mit dem Mountainbike, gestaltete sich ungewöhnlich lang — wegen der klammen Finger. Die Favoriten starteten dennoch mit dem Rad als erste, vornweg Nic Rohmann (TV Fürstenwalde), verfolgt von Bernd Kiele, als Vierter machte sich Marco Ziechmann auf die Reise. Als Gerald Schmidt aufs Rad stieg, waren die meisten schon auf und davon. „Nö, kalt ist mir nicht“, sagte er lächelnd und jagte den anderen hinterher. Nach der fünf Kilometer langen Laufstrecke und 1:11:25 Stunde erreichte dann Rohmann auch als Erster das Ziel. Eine Minute später folgte ihm Kiele. „Das war schon ein Abenteuer. Da hat man ganz neue Erfahrungen gemacht. Mit Hawaii ist das nicht zu vergleichen. Aber jetzt beim Forstman habe ich mich nach Hawaii mit seiner Hitze gesehnt. Und in Hawaii wäre mir wohl die Kälte der Spree lieber gewesen.“ Im nächsten Jahr will Kiele aber wieder in Briesen dabei sein. Dass es eine Fortsetzung im nächsten Jahr geben wird, daran lässt Ziechmann, der als Vierter ins Ziel kam, trotz der kleineren Probleme mit dem Eis, keinen Zweifel. „Es hat viel Spaß gemacht und die Stimmung an der Wettkampfstrecke war gut.“ Sein Dank galt auch der Feuerwehr in Briesen, die die Veranstaltung rundum absicherte, Streckenposten und medizinische Versorgung stellte.
Und vielleicht ist 2006 auch Maja Kröger wieder dabei. Sie hielt wie alle zwölf Starter durch und wurde hinter Brandenburgs bester Triathletin Ulrike Ziechmann (1:24:14 Std,) Zweite in 1:3 1:20 Stunde.
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