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Fotoarchiv 3. Quartal
Helke Wannewitz mit dem Rad in 4 Tagen von Braunsdorf nach Oberöstereich
Ein Reisebericht von Helke Wannewitz:
Am 20. 07. startete ich pünktlich um 8.00 Uhr mit meinem MTB und ca. 10 kg Gepäck zu meiner Fahrt von Braunsdorf in den Urlaubsort Vorderstoder in Oberösterreich.
Ziel war es, die ca. 800 km in 4 Tagen zu absolvieren.
Am 1. Tag ging es bei passablem Wetter über den Spreewald, Spremberg und Hoyerswerda bis kurz hinter Bautzen, wo ich nach 210 km einigermaßen erschöpft, aber in guter Verfassung ankam.
Der nächste Tag begann mit den ersten "Bergprüfungen", denn das Zittauer Gebirge mußte überwunden werden. Bei Löbau passierte ich die Grenze zu Czechien und kam dann in Richtung Mlada Boleslaw, Nymburk und Kolin gut voran.
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In Kutna Hora östlich von Prag stieg ich dann nach 195 tages-km - noch immer in passabler Verfassung - vom Rad. |
Am 3. Tag machte ich mich - wie tags zuvor guter Dinge auf den Weg, ohne recht zu wissen, wie hart die nun folgende Etappe werden würde. Es ging nach ca. 50 km immer wieder bergan und die kurzen Abfahrten sorgten nur wenig für Erholung. Der einsetzende Regen und die Kälte taten ein Übriges. Auf diesem Abschnitt hatte ich das Geländeprofil wohl deutlich unterschätzt. Dennoch erreichte ich gegen Abend die österreichische Grenze, wo ich nach 175 km in Heidenreichstein im Waldviertel ein dürftiges Quartier und vor allem eine warme Dusche fand. Voller Euphorie machte ich mich tags darauf auf die letzte Etappe, in der Hoffnung, nach nochmals etwa 175 km am Ziel meiner Radreise zu sein.
Der sonnige Morgen gab auch allen Anlaß zu guter Laune, weniger schon der wunde Po, der nun doch einige Probleme bereitete. Daß ab ca. 9.00 Uhr Regen einsetzte, war noch zu verkraften, weniger aber die Tatsache, daß es nun "bergemäßig" wieder richtig zur Sache ging. Steigungen bis 12 % waren beinahe die Regel, wobei es bis auf 1200 m rauf ging, wo Temperaturen unter 10 Grad nicht gerade Sommergefühle aufkommen ließen. Schon gar nicht bei der 7 km langen Abfahrt nach Freistadt im Mühlviertel, wo ich wie ein Eisklotz vom Rad stieg und mich mit einigen Portionen heißem Früchtetee wieder auftauen mußte. Glücklicherweise hörte endlich der Regen auf, sodaß ich einigermaßen guter Dinge den Weg an die Donau nach Mauthausen, Enns und dann weiter nach Steyer fortsetzen konnte.

Von hier -glaubte ich- sei es nur noch ein "Katzensprung" bis zu meinem Ziel, der aber mit über 70 km doch reichlich weit ausfiel, zumal es nun wieder kräftig bergan ging.

Vorbei am herrlichen Steyer-Durchbruch ging es in das Stodertal, wo mich nochmal einige Anstiege der feinsten Kategorie erwarteten, bevor ich dann endlich nach 216 Tages-km den letzten Ritt hinauf auf unseren Urlaubs-Bauernhof absolviert hatte, wo mich nach insgesamt 796,33 km und ca. 35 Std. reiner Fahrzeit gegen 20.00 Uhr eine begeisterte Urlaubsmannschaft nebst gastgebender Bauernfamilie erwartete.

Ihr werdet Euch sicher denken können, daß ich rundum happy war, mein selbstgestecktes Ziel erreicht zu haben!
Insoferrn war der nun folgende Wander- und Bergtouren-Urlaub von vornherein zum Erfolg verdammt und eine tolle Relax-Maßnahme. Sitzen kann ich inzwischen auch wieder, sodaß keine bleibenden "Schäden" zu verzeichnen sind.
Freundliche Grüße! Helke
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