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Fotoarchiv 4. Quartal

TVF-Athleten Uwe Drendel am Start beim Marathon am 08.10.2006 in Köln



Köln-Marathon - 42,195 km lang andauernder Karneval

(ud) Am Sonntag, den 08.10.2006 fand das Kölner Laufevent des Jahres statt, mit quasi zwei Vorläufen, nämlich dem erstmals stattfindenden Halb-Marathon (Start 9.00 Uhr) und dem Skater-Marathon (10.45 Uhr).

Ca. 13.000 Anmeldungen lagen für den Marathon vor.
Es herrschten ideale äußere Bedingungen, Sonne, ein wenig kühlender Wind, 17 bis 21 ° C.

Ich bin mit meinem Sportfreund Ingo Riessland (Luckauer Läuferbund) an diesem Tage unterwegs gewesen, unterstützt von unseren Familien, die lautstark an dem Kilometern 4, 12, 25 und 33 standen und moralische Unterstützung leisteten.

Dieser Marathon selbst ist eine sehr erlebnisreiche Veranstaltung, geprägt von den bekannten Kölner Jecken. Viele der Läufer/Innen hatten sich entsprechend gewandet und hofften wohl auf den Gewinn des ausgelobten Preises für die beste Kostümierung. So begegneten uns ein schwarzer Sensenmann, Clowns, eine Zahnpastatube u. a .m.

Bereits am Start sorgte der Sprecher dafür, dass die Marathonis begeistert ein Kölner Liedchen nach dem anderen trällerten und somit den verspäteten Start zeitlich überbrückten. Gegen ca. 12.25 Uhr ging dann das Rennen endlich los, wobei jeder Laufblock tatsächlich einzeln und voneinander in größeren Zeitabständen getrennt gestartet wurde. Damit blieb das Läuferfeld gut sortiert, ein Gedränge wie beim Berlin-Marathon blieb auf der gesamten Distanz aus.

Aus unseren Fehlern der Vorjahre lernend, sind wir das Rennen betont langsam angegangen und versuchten einen 5-er Schnitt pro Kilometer zu laufen, was lange gut ging.
Insgesamt sollen 800.000 Zuschauer an der Strecke gewesen sein, die teilweise an den Brennpunkten der Strecke wie bei der „Tour-de-France“ nur noch eine schmale Gasse ließen.
Die Stimmung war prächtig, viele Kapellen und Bands standen am Rand und sorgten für die musikalisch-rhythmische Abwechslung.
Nach der Hälfte der Strecke richtete sich der Focus darauf, gut und ohne größere physischen Qualen ins Ziel zu kommen, wobei die Zuschauer die Läufer quasi ins Ziel trieben und die Schmerzen verdrängen halfen.

Motivierend kam hinzu, das das Läuferfeld in regelmäßigen Abständen wieder an dieselben Stellen zurückgeführt wurden und man dadurch auf der anderen Straßenseite entweder weiter vorn bzw. dahinter platzierte Athleten/innen beobachten konnte. Somit hatte ich zumindest immer das Gefühl, dass hinter mir noch jede Menge Läufer/Innen kamen.


Kurz nach meiner persönlichen Verpflegung bei Km 33 bekam ich mein einziges Problem durch einen Krampf im rechten Oberschenkel, der mich dann etwas mit Dehnen und Beugen der Muskulatur beschäftigte. Zum Glück konnte ich dann relativ gut weiter durchlaufen, auch wenn ich ein wenig Tribut an die Geschwindigkeit zollen musste.

Von da an trachteten die Meisten sicherlich nur noch danach, den Kölner Dom zu sichten, bei dem dann ca. 40,5 km der Wegstrecke absolviert waren . Vor dem Ziel machte uns die Deutzer-Brücke etwas zu schaffen, da die Erhebung über den Rhein doch erheblich war. Dafür ging es dann aber auf dem „Allerletzten“ schön bergab, so dass noch einmal „Speed“ aufgenommen werden konnte.
Nach 3:34:10 und Gesamtplatz 1.506 kam ich begeistert ins Ziel. Meine Bestzeit um 13 Minuten unterboten, so dass ich rundum zufrieden war.

Ein Erlebnis-Marathon vom Feinsten, mit hohem sportlichen Wert.

Eine Randnotiz zum Schmunzeln: Von den kenianischen „Hasen“, die für den späteren Sieger engagiert waren, hatten offenbar zwei keine rechte Lust zum Laufen. Der deutsche Spitzen-Athlet Carsten Eich hatte auf den ersten 21 km die Pace vorzugeben, was dieser auch absprachegemäß umsetzte. Zwei Kenianer sollten jedoch bis Km 30 ihren Spitzenman begleiten und ziehen, quittierten aber bereits nach 15 km den Dienst. Ob es da mal nicht noch Ärger mit dem Veranstalter gibt??

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