|
||||||||||||||||
![]() |
Die Einkaufsmeile mit ihren Gaststätten, Ski-(Sport)-Geschäften und Souvenirläden. |
Spät samstags abend sind wir in Harrachov angereist und hatten Quartier genommen bei der Familie Kratochvil direkt im Centrum des Ortes. Ich kenne diese Familie seit mehr als 15 Jahren Winterurlaube dort. Die Zimmer sind gut, aber einfach eingerichtet. Man hat alles was man braucht. Für 10 € pro Nacht/Nase auch preiswert. Wir waren zufrieden.
![]() |
| Blick auf Harrachov von den Schanzen |
![]() |
Ausblick vom Balkon des Zimmers auf die kleinen Schanzen (vorn) und Flugschanze im Hintergrund |
Da ich im letzten Jahr einige wenige Fahrerfahrungen um Harrachov sammeln konnte, habe ich mir vorsorglich ein paar robustere Reifen (mit Panneneinlage) aufgezogen, da die Straßen im Riesen- und Isergebirge zwar sehr gut sein können, aber bis hin zu Schottereinlagen, Sand und Steine pur alles vorgefunden werden kann. Wenn man das vorher weiß, sollte das kein Problem sein. War es dann auch nicht. Keiner von uns musste einen Schlauch wechseln oder sonst wie sein Rad montieren.
Da Harrachov relativ hoch gelegen ist, war es zu Beginn unser Ausfahrten immer ein Leichtes, sich erst einmal warm zu fahren, da es stetig bergab geht, bevor man die Qual der Wahl hat, entweder weiter bergab in Richtung Rokytnice oder bergauf in Richtung Korenov zu radeln. Letzt genannter Ort war ein ca. 4,5 km langer Anstieg, nach dessen Bewältigung jeder von uns richtig durchgewärmt war. Dafür mussten wir jeden Abend wieder auf diese Höhe zurück. Zugleich ein Gradmesser für gestiegene Kraft??
Für unsere Tage in Harrachov hatten wir uns einiges vorgenommen, also mal richtig Kraft bei den zu bewältigenden Anstiegen zu tanken. 6 Tage hintereinander zu radeln im Gebirge war eine neue Erfahrung. Die härtesten „Dinger“ waren die nach Horny Misercki (945 m ü.M.) als auch auf den Jeschken (Jested) bei Liberec (975 m ü.M.). Dies sind Anstiege von einmal 8 km bzw. 12 km Länge, die jeweils am Ende sehr giftig sind. Ich glaube, wir waren am Ende jeweils froh, mit dem „Rettungsring“ (d.h. 30er-Blatt) oben angekommen zu sein.
![]() |
Blick zum Jeschken von Liberec (Reichenberg) |
![]() |
,...den Rest des steilsten Weges im Stehen hochgekraxelt. |
Die Abfahrten sind an sich sicherlich die schönsten Angelegenheiten einer Ausfahrt, jedoch nicht immer in Tschechien. So haben uns manchmal die Hände vom Bremsen weh getan, weil die Straßenverhältnisse nicht immer das hergaben, um eine rasende Talfahrt zu unternehmen, gleichwohl Karsten der „rasende Roland“ von uns beiden war, immer eine „Nase“ voraus. So ist dann auch erklärbar, warum unsere Durchschnittsgeschwindigkeit sehr unter der Norm blieb, aber bergab von 20 km/h (aber eher selten) bis 40 km/h (Regelfall) lassen dann im Endergebnis nicht mehr zu. Es gab aber auch Strecken (die wir dann bereits kannten), wo man es laufen lassen konnte, so von Korenov runter (bis zu 75 km/h von Karsten). Aber wir wollten auch nichts riskieren und nicht unbedingt eine Krankenstation in Tschechien von innen anschauen.
Die Gipfel des Riesengebirges oberhalb von 1000 m ü.M. waren durchweg mit Schnee bedeckt. Natürlich haben wir den Schnee selbst anfassen können und manchmal war die Verdunstungskälte mehr als spürbar, wenn wir über 800 m ü.M. waren. Die Natur und Ortschaften sind auch schön anzusehen, zumal der Autoverkehr nicht so dicht war.
Einen Ruhetag haben wir am vierten Tag eingelegt, war auch nötig. Als wir am Ende der Woche angelangt sind, waren wir heilfroh, zumal unsere werten Hinterteile auch nicht mehr das waren ….
Ganz wenig sind wir noch gelaufen (die Vorsätze waren jedoch besser), aber auch Schwimmen in Jablonec gewesen. Wassertemperatur als auch Beckentiefe waren anfangs etwas gewöhnungsbedürftig.
Wir sind jedoch zufrieden mit den Ergebnissen unserer Woche gewesen und hoffen, einen Grundstein für eine erfolgreiche Saison 2006 gesetzt zu haben.
Wer Interesse gefunden hat, kann sich bei mir fürs nächste Jahr melden (Drendel.Kossenblatt@t-online.de).
Fortsetzung im nächsten Jahr 2007 nicht ausgeschlossen!
Hier unsere Strecken:
Sonntag, 07.05.06
Harrachov - Rokytnice - Rezek - Vitkovice - Horny Misercki - Jilemnice - Rokytnice – Harrachov (praktisch nur 3 Anstiege, die sind aber sehr heftig, besonders nach Horni Misercki bis zur Höhe von 945m); Länge: 81,5 km; 1.223 Höhenmeter
Montag, 08.05.06:
Harrachov-Korenov re.ab. nach Ysoke n.J. - re.ab nach Helkovice - Jesenny - Nasarov - E65 - Drzkov - Tannwald - Desna- Korunov – Harrachov (sehr bergige Strecke , kurze aber knackige Anstiege); Länge:66 km; 1.720 Höhenmeter
Dienstag, 09.05.06:
Harrachov - Jablonec n.N.- Ri. Schelesni Brod - Skuhrov - Bzi - Schelesni Brod- Jirkov- Drzkov- Plavy re. ab nach Zlata Olesnice- Korunov – Harrachov (steilster Anstieg der gesamten Woche vor Bzi); Länge: 96,5 Km; 2.150 Höhenmeter
Mittwoch, 10.05.06: RUHETAG
Donnerstag, 11.05.06:
Harrachov. - Sous- Hejnice-Raspenava-Mnisek-Liberec
(zum Jeschken von 330 m bis auf 974 m bis zum Aussichtsturm 12 km Anstieg 45" für diesen Anstieg dort Pause ca. 45Minuten) dann nach Cesky Dub- Hodkovice-Rychnov-Marsovice-Pencin-Batrikov-E65 bis Plavy-Zlata Olesnice bis Gasthaus Mexico li.ab nach Korenov – Harrachov; Länge: 154 km; 2.720 Höhenmeter
Freitag, 12.05.06:
Harrachov - Korenov (740m ü.M.)-Vysoke n.J.- Jelemnice (330 m ü.M.)- Horni Misercki (945 m ü.M.)- teils zurück re.ab nach Vitkovice - Rokytnice – Harrachov (Abfahrt von Roprachtice nach Jelemnice ist prima, tolle Straße ; dafür nach Rokytnice ganz miserabel völlig kaputt, istaber nur sehr kurzer Abschnitt); Länge: 89 km; 1.470 Höhenmeter;
Samstag, 13.05.06:
Harrachov-Sous- Fahrt um den Stausee und zweimal über den Hausberg nach Korenov) Länge: 58 km; 1.535 Höhenmeter
| zurück |