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Fotoarchiv 3. Quartal
TVF-Athlet Helke Wannewitz holt WM Titel über Duathlon-Langdistanz beim 21. PowerMan am 06.09.2009 in Zofingen (Schweiz)

Als "Duell der Giganten" angekündigt ging am 05. und 06. September 2009 die 21. Auflage der Powerman - World Championships über die Langdistanz im Schweizerischen Zofingen über die Bühne.
Mit nahezu 800 Athleten aus 24 Ländern hatten dabei deutlich mehr Sportler/Innen als in den Vorjahren gemeldet, unter ihnen mit Jörn Bartusch, Nic Rohmann und Helke Wannewitz auch 3 erfahrene Athleten vom TV Fürstenwalde, die auf der als "härtester Duathlon der Welt" bezeichneten Langdistanz starteten.
Hier waren zunächst 10 km zu laufen, danach 150 km auf dem Rad zurückzulegen und abschließend nochmals 30 km zu laufen.
Trotz fabelhaften Spätsommerwetters und einer perfekten Organisation sollte sich sehr schnell herausstellen, dass dieser Wettkampf insbesondere wegen der Streckenprofile mit insgesamt 2.390 Höhenmetern völlig zu Recht von den Tri- und Duathleten in aller Welt gefürchtet wird.
Gleich vom Start weg ging es beim 1. Lauf ca. 1,5 km heftig bergan und die erste von 2 Laufrunden endete nach einer Bergabpassage mit dem Durchlaufen der Powerman-Arena, von wo aus die 2. Runde in Angriff genommen wurde. So waren bereits nach dem 1. Laufen insgesamt 260 Höhenmeter absolviert, bevor es nach dem Wechsel auf die Rennräder auf die mit 3 Anstiegen mit teilweise bis zu 16% Steigung gespickte 50 km lange Radrunde ging. Hier trennte sich endgültig die Spreu vom Weizen, da diese Radrunde 3 Mal absolviert werden musste, was eine Höhendifferenz von insgesamt 1600 m bedeutete.
Nach dem 1. Lauf hatten die 3 TVF-Athleten noch dicht beieinander gelegen, bevor Nic Rohmann auf der Radstrecke seine Stärken ausspielte und nach einer Radzeit von 4:44 Std. auf die 2. Laufstrecke wechselte.
Hier ging es gleich zu Beginn jetzt anstehenden 30 Kilometer wieder ca. 2,5 km straff bergan und auch unterwegs wartete die Strecke mit einem ständigen auf und ab von insgesamt nochmals 530 Höhenmetern auf. Damit wurde den Sportlern wirklich das Letzte abverlangt und wer bis dahin seine Leistungsgrenze noch nicht ausgetestet hatte, kam hier wirklich voll auf seine Kosten. Vor allem der ständige Wechsel zwischen Anstieg und Bergablaufen und die damit verbundenen Rhythmuswechsel zermürbten die Muskulatur endgültig und nicht wenige Teilnehmer mussten wohl spätestens hier die allerletzten Willensreserven mobilisieren, um das Ziel zu erreichen.
Am besten kam Jörn Bartusch mit der Laufstrecke zurecht, der die 30 Kilometer des 2. Laufes in einer sehr guten Zeit von 02:20:50 Std. absolvierte und in 08:01:12 Std. als hervorragender 14. in seiner Altersklasse den Wettkampf beendete. "Dass ich die 8-Stunden Marke knapp verpasst habe, ärgert mich natürlich, aber insgesamt bin ich mit dem Ergebnis mehr als zufrieden, zumal ich auf der Radstrecke durch starke Rückenschmerzen geplagt wurde und schon befürchtet hatte, das Rennen vorzeitig beenden zu müssen" freute sich Jörn über sein tolles Abschneiden.
Mit einer Gesamtzeit von 08:32:36 Std. beendete Nic Rohmann den Wettkampf mit einem ebenfalls sehr guten 22. Platz. in der AK 40 und haderte am Ende lediglich mit seiner zweiten Laufzeit. "Ich kenne viele harte Wettkämpfe, aber was diese Berge den Athleten abverlangen ist absolut brutal! Zum Schluss ging bei mir fast garnichts mehr!" waren die ersten Worte von Nic Rohmann, als er glücklich das Ziel in Zofingen erreicht hatte.
Von euphorischer Freude getragen kam nach 08:51:52 Std. Helke Wannewitz als neuer Duathlon-Langdistanz-Weltmeister der AK 60 in die Powerman-Arena gelaufen. Helke hatte vom Start an die Altersklassenwertung angeführt und mit immerhin noch 13 Minuten Vorsprung auf den Zweitplazierten bis ins Ziel verteidigt. "Ich war, glaube ich gut auf diesen harten Wettkampf vorbereitet und habe von Beginn an versucht, mir meine Kräfte richtig einzuteilen. Trotzdem haben mich beim 2. Laufen heftige Krämpfe geplagt, die mich mehrmals zum Anhalten und zu Lockerungsmassagen zwangen." sagte Helke Wannewitz nach dem Rennen. "Das hat mich irrsinnig geärgert, zumal ich bis dahin sehr gut in der Zeit lag und letztlich um meine in der Altersklasse führende Position fürchten musste, da ich den Zweitplazierten ca. 10 Minuten hinter mir wusste".
Das in der Kategorie Elite mit Spannung erwartete Duell zwischen dem Vorjahressieger und Lokalmatador Andy Sutz und dem Seriensieger Joerie Vansteelant aus Belgien entschied mit neuem Streckenrekord von fabelhaften 06:11:35 Std. der Belgier mit dem fast sensationellen Vorsprung von 16 Minuten auf Sutz für sich. Bei den Damen gewann erneut die Vorjahressiegerin Erica Cosmor aus Ungarn in einer Zeit von 07:20:36 Std. vor der Engländerin Jessica Petersson.
Alle Ergebnisse findest Du hier.


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