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Sportlerwahl 2009: TVF-Athletin Kathrin Gräber



SPORTLEWAHL: Mountainbikerin Kathrin Gräber vom TV Fürstenwalde

Gerne in den Bergen unterwegs

Von Henriette Brendler

Fürstenwalde (MOZ) Anlässlich der Umfrage zu den populärsten Sportlern des Kreises Oder-Spree für das Jahr 2009 durch die Sparkasse, den Kreissport, das Spaß- und Sportbad schwapp sowie die MOZ stellen wir die Kandidaten vor. Heute: Mountainbike-Fahrerin Kathrin Gräber vom Triathlonverein Fürstenwalde.

Ausdauersportarten und unwegsames Gelände sind Kathrin Gräbers Spezialität: Fast jeden tag geht sie joggen, skaten oder schwimmen, im Winter schnallt sie sich auch schon mal ihre Langlaufskier unter die Füße. Am liebsten jedoch dreht die 26-Jährige ihre Runden mit dem Mountainbike (MTB) – und das bei jedem Wetter, mindestens drei bis vier Stunden lang.

Vor zehn Jahren sah das noch ganz anders aus. Damals konzentrierte sich Kathrin Gräber ausschließlich auf den Reitsport. Erst 2002 trat sie in den Triathlonverein Fürstenwalde ein. „Reiten wurde mir einfach zu teuer. Eine Mitschülerin hat mich dann auf den Verein aufmerksam gemacht“, erinnert sich die gebürtige Fürstenwalderin.

Erste Erfolge wie der Sieg beim Duathlon-Brandenburg-Cup im Jahr 2003 ließen zwar nicht lange auf sich warten. Es kristallisierte sich jedoch ebenfalls heraus, dass Kathrin Gräber vor allem auf dem MTB schnell unterwegs war. Folglich spezialisierte sie sich auf das Geländefahrrad, und das nicht nur aus sportlichen Gründen: „Mountainbiking ist sehr abwechslungsreich und immer wieder ein landschaftliches Erlebnis“, schwärmt die Sportlerin. „Besonders gern bin ich in den Bergen auf schmalen und verwurzelten Wegen unterwegs. So lassen sich Ausdauer und Technik sehr gut trainieren.“

2007 und 2008 musste Kathrin Gräber ihre sportlichen Ambitionen jedoch vorübergehend einschränken. Die Diplomarbeit im Fach Hydrogeologie hatte Vorrang. Auch der Umzug nach Köln und die neue Arbeit bei einem Wasserwirtschaftsverband ließen kaum Zeit für Training und Wettkämpfe. Ihrem Verein ist sie aber bis heute treu geblieben und engagiert sich sogar im Vorstand des TV Fürstenwalde.

Trotz der einschneidenden Veränderungen gelang es Kathrin Gräber im vergangenen Jahr voll durchzustarten: Bei der Deutschen Marathon-Meisterschaft der Mountainbiker errang sie den zweiten Platz in ihrer Altersklasse, weitere Podestplätze bei Langstrecken-Wettkämpfen in Seiffen, im Rheingau und beim Vulkan-Bike-Eifel-MTB-Maraton folgten.

Stolz ist die Radsportlerin vor allem auf ihre Leistung beim TransSchwarzwald-Rennen.

„Nach sieben schweren Etappen habe ich mit Thomas Hebestreit im Mixteam den neunten Platz belegt. Das war ein toller Erfolg, da unter den rund 500 Teilnehmern viele Profis waren“, sagt sie.

Als entscheidend für die sportliche Zukunft erwies sich jedoch der Internationale St.-Wendel-Bike-Marathon im September: „Ich habe dort in 2500 Metern Höhe die Hobby-Wertung der 108 Kilometer langen Etappe gewonnen und hätte mit meiner Zeit auch bei den Profis den dritten Platz erreicht“, erzählt Kathrin Gräber.

Dieses Erlebnis sei ausschlaggebend dafür gewesen, dass sie 2010 nun eine Lizenz beantragen wolle, um fortan bei den Profis starte zu dürfen. „Es ist mein Traum, irgendwann bei den Deutschen Meisterschaften unter den besten Fünf zu fahren“, verrät die MTB-Spezialistin. Die Voraussetzungen für ein erfolgreiches Abschneiden im Profi-Lager sind indessen ideal: Seit geraumer Zeit trainiert Kathrin Gräber gemeinsam mit sieben weiteren Brandenburger MTB-Fahrern im Bike-Planet-Corratec-Team (bis 2009 Bike-Planet-NOX-Team). Auf diese Weise hat sie gleich einen Trainer und Sponsoren im Rücken, die ihr neu entwickelte Räder und Ersatzteile preisgünstig zur Verfügung stellen.

Erst einmal fiebert sie nun aber dem Saisonauftakt im italienischen Riva del Garda entgegen. „Die Landschaft am Gardasee ist einfach toll“, erklärt Kathrin Gräber.

Auch sie wird bis dahin noch viele Trainingseinheiten in ihrer neuen und alten Heimat absolvieren. „Hohe Berge gibt es zwar weder in Köln noch in Fürstenwalde, aber ich trainiere trotzdem gern in der Region – die Rauener Berge haben ja auch einige schwierige Passagen für Mountainbiker zu bieten“, so die junge Sportlerin.


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